#27 Zwischen Wärmewende und Wirklichkeit: Wie Edwin Kohl das Saarland zur Modellregion machen will

Shownotes

In dieser Folge von „Die Saarfrage“ sprechen Dr. Thorsten Klein und Jorgo Chatzimarkakis mit Unternehmer Edwin Kohl über Energiepolitik, Ideologie, Innovation – und über eine Technologie, die Gebäude nahezu kostenfrei heizen und kühlen soll.
Kohl erklärt, warum die aktuelle Wärmewende aus seiner Sicht „mangelhaft“ ist, weshalb Deutschland trotz Milliardeninvestitionen an Wettbewerbsfähigkeit verliert und wie sein „0 plus 0“-System aus Solarthermie, Geothermie und intelligenter Speichertechnik funktionieren soll.
Außerdem erzählt Edwin Kohl, warum er mit über 70 noch einmal zwei Start-ups gegründet hat – und was Sport, Disziplin und Unternehmergeist damit zu tun haben.
Eine Folge über Pragmatismus, Technologieoffenheit und die große Frage: Warum entstehen die besten Ideen oft dort, wo niemand hinschaut?

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00:00:01: Die Saarfrage.

00:00:03: Verstehen, was im Land zählt?

00:00:07: Einer der bekanntesten Unternehmer des Saarlandes – ein Mann, der seit Jahrzehnten Wirtschaft, Innovation und Nachhaltigkeit zusammendenkt.

00:00:17: Davon haben wir zugegebenermaßen im Saarrand nicht allzu viele!

00:00:22: Deshalb freuen wir uns heute dass in dieser Episode von Der Saarfrage mit dem bedeuteten Unternehmer aus dem Grünsten Landkreis des Saarlandes.

00:00:34: Reden dürfen und ich begrüße sehr herzlich in unserer Runde Edwin Kohl, lieber Herr Kohl herzlichen willkommen!

00:00:40: Danke für die Einladung.

00:00:41: Ich freu mich hier Zeit nehmen zu dürfen.

00:00:44: Ich führe dieses Gespräch heute nicht alleine sondern zu zweit denn der Co-Moderator heute ist Jorgo Shazimakakis.

00:00:54: Lieber Shazi auch dir herzlich Willkommen.

00:00:57: Freut mich sehen diesen besonderen Podcast mit dabei zu sein und mit moderieren zu dürfen.

00:01:02: Spannend!

00:01:04: Herr Kohl, man kennt Sie im Lande ja dank Ihres Nachnamens und Ihres Unternehmens – Coalfarmer.

00:01:13: Und sie sind aber bei Coalfarma nicht mehr im operativen Geschäft drin haben sich rausgezogen.

00:01:20: Sie vertreiben sich ihren sogenannten Ruhestand ein bisschen anders?

00:01:25: Ja ich habe also zwei Start-ups gegründet im zarten Alter von PaarundSiebzig und bin jetzt dabei, diese beiden Start-ups zum Laufen zu bringen.

00:01:36: Können wir diese beiden startups schon mal mit einem Namen benennen?

00:01:40: Und wollen Sie ganz kurz sagen was die Intention dahinter ist?

00:01:43: Das

00:01:43: eine ist die NullPlusNull BauKonzept GmbH.

00:01:47: hier wird mit innovativen Heiz und Kühlösungen gearbeitet für den Bausektor und daraus abgeleitet habe ich die ZeroCool Gmbh Kühlung von KI-Rechtszentren und normalen Rechenzentren beschäftigt.

00:02:05: Das klingt nach Nische, die vielleicht für das Land von größerer Bedeutung werden kann.

00:02:11: dazu kommen wir gleich.

00:02:13: ich würde gerne bevor wir dort einsteigen ganz kurz noch so ein bisschen auf die Makro Ebene gehen.

00:02:20: Herr Kohl Sie sind Saarländer durch und durch.

00:02:25: wie erleben sie denn die Entwicklung?

00:02:27: unseres Heimatbundeslandes?

00:02:31: Naja, ich bin also nicht hoch erfreut über die Entwicklung.

00:02:33: Ja es pockelt an allen Ecken und Enden ab und ja das muss sehr viel geschehen damit der Saarland wieder auf einen Wachstumskurs kommt.

00:02:46: Vielleicht kann ich mal kurz einsteigen.

00:02:48: Es ist ja vieles auch mit dem Thema Energie in Verbindung im Saarlands Saarands ein zutiefst energieabhängiges Land Und wenn die Industriearbeitsplätze weniger werden, die Energieerpengigkeit trotzdem hoch und wir sehr viel importieren, dann brauchen wir Strategien, die uns die Importnotwendigkeit wegnehmen.

00:03:10: Die unsere Verletzlichkeit wegnemen.

00:03:13: Genau darüber reden wir heute und vielleicht auch über Arbeitsplätze, die man da schaffen kann in diesem Bereich.

00:03:18: Ich würde den Burg noch weiter spannen.

00:03:20: ich beobachte mit großer Sorge die sogenannte Energiewende und die sogenannt Wärmewinde haben sowohl Energiewende als Wärmewende die Note mangelhaft verdient.

00:03:33: Weil Deutschland, also ein Industrieland inzwischen im dieser Energiewände die höchsten Strompreise hat.

00:03:43: aber nicht nur das!

00:03:44: In den letzten vor zwanzig Jahren ist die produzierte Strommenge bei diesen wahnsinnig hohen Investitionen gesunken.

00:03:55: Das heißt wir produzieren heute bei hunderten Milliarden Investitionssumme gute zehn Prozent weniger Strom als zweitausend.

00:04:07: Das ist für mich eine fatale Entwicklung, das Ganze wird verkauft

00:04:11: als

00:04:12: Klimaschutzmaßnahme.

00:04:14: Energie und Wärme wende ja aber eine weitere Tatsache ist dass Deutschland Im Winter zum Beispiel pro Kilowattstunde Strom, die in Deutschland erzeugt werden rund fünfhundert Gramm CO-Zweih emitiert.

00:04:34: Im Jahreschnitt sind es dreihundertvierzig Gramm pro Kilovattstund.

00:04:38: und als Unternehmer schaue ich mir an was ist investiert worden?

00:04:41: Was kommt unten bei raus?

00:04:43: Und dieses Ergebnis ist für mich ein Desaster!

00:04:47: Es hat auch viel damit zu tun.

00:04:49: also ich kann das nur... Total unterstreichen.

00:04:51: Es hat auch viel damit zu tun, dass zwar die Strommenge, die produziert wird erneuerbar natürlich steigt.

00:04:57: Die steigt weil immer mehr Kapazität aufgebaut wird aber das Netz ist nicht groß genug.

00:05:03: wir haben eine unheimlich große Verlust Marge.

00:05:07: Das hat sich in den letzten fünf Jahren auf fünf Milliarden Euro angesammelt und da ist das Problem.

00:05:12: Das ist also vom Management her Nicht mal ne Mangelhaft, ne?

00:05:16: Das is' also fünf Minus sogar.

00:05:19: Ja, also wir produzieren Strom aber zum falschen Zeitpunkt.

00:05:23: Genau!

00:05:23: Was

00:05:23: nützt es mir im Sommer, Strom zu produzieren den ich im Winter brauche?

00:05:26: Und dieses ganze Konzept der warme Wende basiert ja darauf dass man all-electric geht.

00:05:35: Man will alles elektrisch machen und dann kriegt jedes Haus eine PV Anlage.

00:05:40: nur die PV Anlage produziert im Sommer den Strom in der Sommerjahreshälfte.

00:05:44: Ich brauch ihn aber im winter.

00:05:48: eine fehlende Überdeckung oder ein riesiger Denkfehler, der hier geschehen ist.

00:05:53: Und dann geht man hin und schaltet die noch bestehenden AKWs ab, die im Winter Strom produzieren würden verlässlich ohne große Emissionen.

00:06:08: Man verkauft das Ganze als Klimaschutz aber unter dem Strich ist es extrem klimaschädlich

00:06:15: weil ja auch neue Kohlekraftwerke angeworfen werden muss.

00:06:18: Man muss ja die Grundlast fahren, die kann man nur über Atomkraft oder über Gas- oder Kohlekrafwerke fahren.

00:06:27: Mir graut schon heute davor dass man die Kohlekräftwerke abstellen will.

00:06:34: Weil wo soll der Strom herkommen?

00:06:36: Die Grundlast!

00:06:38: Wenn der Wind mal ein paar Wochen nicht weht.

00:06:40: wir haben im Winter regelmäßig dunkel flauten Und dann, es gibt da so ein Bon-Mau wird Herrn Habeck unterstellt.

00:06:50: Da muss man halt die Produktion runterfahren wenn wir keine Strom haben.

00:06:53: Also sowas geht natürlich gar nicht.

00:06:55: Ja

00:06:56: das hat er tatsächlich gesagt und das zeigt ja auch diese eigentlich irre und ein bisschen ideologische und gegen den eigenen Standort gewandte Politik, die als was Gutes verkauft wurde.

00:07:07: Aber was können wir dagegen tun?

00:07:08: Ich meine sie haben ja eine sehr pragmatische Herangehensweise schon immer gehabt Als Unternehmer.

00:07:15: Was können wir tun um die Abhängigkeit Die wir hier haben von importiertem Atomstrom zirka mehr als die Hälfte ich habe es aufgeschrieben werden ja vom Saar noch importiert an An Strommenge und das kommt aus einem Verbundnetz.

00:07:30: da ist Atom dabei aber Wir sind trotzdem verwundbar, wir müssen Gas komplett importieren.

00:07:35: Was können wir tun um die Abhängigkeit zum Beispiel im Wärmebereich runterzufahren?

00:07:41: Also sechzig Prozent des gesamten Energieverbrauchs geht in die Erzeugung von Wärmel.

00:07:49: Wenn man die Zeitung aufschlägt oder sich die Nachrichten anhört dann ist immer nur von Energie und Stromerzeugungen die Rede.

00:07:55: also ob das das zentrale Thema wäre ist ein wichtiges Thema aber der Wärmesektor ist der große Sektor.

00:08:03: Hier wird am meisten Energie verbraucht und hier kann auch am meisten energie eingespart werden.

00:08:09: Und dieser Wärmesektor ist jetzt der Bereich, wo Sie mit Ihren Lösungen sehr konkret ansetzen und die Abhängigkeit von produziertem Atom oder über ein erneuerbar produzierter Strom reduzieren durch Geothermie und durch Solarthermie.

00:08:25: Ja also heute wird jedem eine Luftwasserwärmepumpe subventioniert sogar im Altbau.

00:08:33: Wir werden Luftwasserwärmepumpen subventioniert, was

00:08:36: Quatsch ist.

00:08:38: Man sagt man kombiniert wie schon gesagt die Luft-Wasserwärmpumpe mit Photovoltaik und diese Lösung soll dann im Winter das Haus heizen geht nicht weil im Winter gibt es keinen fotovoltarschen Strom.

00:08:53: also wird auf Kohlestrom zurückgegriffen Und das ist natürlich eine nicht gangbare Lösung, die aber landauf, landab subventioniert wird.

00:09:04: Das ist das Problem.

00:09:06: Diese hohen Subventionen führen dazu dass die Leute schon diese Subvention im Auge haben und bei ihrer Entscheidung eine etwas selektive Informationsbeschaffung treiben.

00:09:20: also sie sehen nur hier ich kriege zehn zwanzig dreißigtausend Euro.

00:09:24: ja die will ich haben.

00:09:26: Wer schenkt einem schon so viel Geld?

00:09:32: Die Leute beschäftigen sich dann nicht wirklich mit dem Thema und wundern sich darüber, dass sie im Winter sehr hohe Stromrechnungen haben.

00:09:41: Was gehört denn Herr Kohl aus Ihrer Sicht subventioniert?

00:09:45: Sie haben ja gerade schon Subventionen angesprochen.

00:09:48: wo müsste denn Steuergeld rein wenn wir es schon ausgeben?

00:09:52: also Man kann nicht Lösungen subventionieren, die letztlich klimaschädlich sind.

00:10:00: Deutschland – ich habe es eben schon gesagt in aller Deutlichkeit – Deutschland hat halt die AKWs abgeschaltet und erzeugt im Winter Strom mit fünfhundert Gramm CO²-Emission pro Kilowattstunde.

00:10:14: Das muss sich jeder hinter die Ohren schreiben!

00:10:16: Das weiß kein Mensch.

00:10:18: Die Journalisten entschuldigen wenn ich das so sage, schreiben das auch nicht so gerne Weil man will ja auch den Erfolg dieser Klimapolitik und der wärme Wende herbeireden.

00:10:32: In Deutschland gibt es noch die Möglichkeit, alles frei zu schreiben.

00:10:37: Ja?

00:10:38: Wir sind... Also in Deutschland gibt das noch Meinungsfreiheit.

00:10:43: Aber Informationspflicht herrscht ja auch.

00:10:47: Die meisten Journalisten, ich möchte jetzt niemandem was so unterstellen aber die meisten schreiben mir das Oberflächliche ab Aber man muss mal etwas tiefer bohren.

00:10:55: Und hier gibt es Probleme, jeder der ihre das was sie gerade gesagt haben.

00:10:59: hätte man dass vor einem Jahr laut in Berlin gesagt wäre ein Klimafind und einen AfD nahe rechter gewesen.

00:11:06: also

00:11:06: ich habe schon Staatssekretärin der Ampel Regierung das Null-plus-Null System erklärt

00:11:11: ja

00:11:12: die saßen da gegen rechts rein links raus weil man ja im Koalitionsvertrag sich auch was anderes auf eine

00:11:19: andere

00:11:19: Lösung verständigt hat.

00:11:20: so ist es.

00:11:21: Das ist das

00:11:22: Problem.

00:11:23: Da kann man nur noch die Faust in der Tasche machen,

00:11:26: ne?

00:11:26: Es gibt keinen Zugang mehr zu dieser pragmatischen Sachorientierten an den Daten messbaren Politik, weil man sich ja vorher große Ziele gesetzt hat.

00:11:36: Im Übrigen gibt es natürlich auch, das müssen wir dazu sagen, eine Industrie, die dahinter steckt, die diese Subvention wollte also wie Verbindung aus Photovoltaik übrigens sehr stark chinesisch geprägt.

00:11:47: und auch da gibt es Zusammenhänge

00:11:52: Eine Reihe falscher Entscheidungen von Herrn Jürgen Prithin.

00:11:57: Und seiner Nachfolger?

00:11:59: Es gibt eine entscheidende Figur... Das ist ein reiner Barke, nicht Barke.

00:12:05: Sondern mit Doppel A. Der war schon bei Trittinstaatsregatär und später hat er die Geschicke bei Habeck noch mal mitbestimmt.

00:12:11: Also es gibt Leute, die dahinter stecken.

00:12:13: das kann man alles nachweisen und nachverfolgen.

00:12:15: Das Problem ist dass die Masse der Menschen denen auf den Leim geht!

00:12:19: Und deswegen wollen wir heute Lösungen diskutieren wie man denn dagegen ankämpfen kann.

00:12:24: also Großes heißt es ja im Saarland entsteht immer im Kleinen und deswegen sind ihre Anlagen durchaus jetzt erstmal schon im Einsatz an Schulen, bei Universitäten?

00:12:34: Meine Anlagen sind seit dreißig Jahren im Einsatz.

00:12:38: Seit fünfunddreißig jahren mittlerweile und mit dieser Kombination aus Geothermie Oberflächen nach Geothermie noch Solarthermie beheitze ich große Gebäude fast zum Nulltarif.

00:12:52: Ohne CO²-Emissionen.

00:12:53: Ein bisschen Stroh baue ich für die Wärme pumpen aber das hält sich sehr im Rahmen.

00:13:00: Heute ist ja der Goldstandard das KfW-Fürzig Haus.

00:13:05: Und seit vor und dreißig Jahren heize ich mit Kfw fünfzehn unter runter.

00:13:10: Wahnsinn!

00:13:11: Das ist wirklich... Ja,

00:13:13: heute durch die Verbesserung der ganzen Technik, die ich da einsetzen kann, liege ich unter zehn Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr Heizen und Kühlen dazu.

00:13:26: Also ich mache beides.

00:13:28: Können wir uns das mal im Einzelnen anschauen?

00:13:30: Sie nutzen also.

00:13:31: Ich fange mal mit dem einfachen für jeden Verständlichen an Geo... Entschuldigung, Solarthermie Das ist die Sonneneinstrahlung.

00:13:39: UV auf dem Dach Wärmt Wasser Grundsätzlich.

00:13:44: Die Sonneinstrahlung geht auch im Winter durch die Wolkendecke durch.

00:13:50: Mal mehr mal weniger Habe ich im Winter bei minus zehn Grad blauen Himmel habe ich Fünfzig Sechzig-Siebzig Gradiges Wasser

00:13:58: Wahnsinn.

00:13:59: Und dieses Wasser wird dann quasi auf dem Dach gebildet?

00:14:02: Ja, die Sonnencollektoren sind Waco-Umflächencollektorien.

00:14:06: Das heißt diese Kupferrohre, die das Wasser führen, liegen in einem Vakuum.

00:14:11: Sie folgen wie ein Isolierglasfenster.

00:14:14: Da draußen ist es eisekalt und drin ist es schön warm.

00:14:17: So funktioniert das.

00:14:19: Die Leistung dieser Solatermi im Winter ist an Gebiet auf das ich mich schon seit langer Zeit spezialisiert habe.

00:14:29: Und wir führen in unserer Forschungsstation Messungen durch, also alle Lösungen sind evidenzbasiert und wir haben alle Daten vorrätig, wir haben sie analysiert und ausgewertet.

00:14:45: Das ist jetzt sozusagen das Dach!

00:14:46: Jetzt kommen wir nochmal zu der Geothermie um bei der Wärmepumpe später zu landen.

00:14:50: Die Geotherme nutzt die Wärmeunterschiede in den verschiedenen Bodenschichten.

00:14:55: Die Geothermie nutzt die Sonneneinstrahlung in das Erdreich, was im Sommer passiert.

00:15:03: Da kommt noch der Regen dazu und sie haben bei Beginn der Heizperiode im Erdreich so rund fünfzehn Grad Celsius.

00:15:13: Und Sie verlegen dann PE-Rohre ins Erdrecht ein Meter dreißig tief und durch diese Rohre wird eben eine Gemisch aus Wasser und einem Kältemittel geführt.

00:15:31: Wir ziehen dann im Lauf des Winters Wärme aus dem Boden.

00:15:36: Euer alter Vorgang habe ich nicht erfunden, gibt es schon ewig!

00:15:40: Und wie kamen Sie drauf?

00:15:41: Wenn sie es nicht erfinden haben...

00:15:43: Also wie ich darauf kam ist ganz einfach zu erklären.

00:15:47: Ich hab mir schon in den achtziger Jahren Gedanken darüber gemacht wie man Gebäude beheizten kann, wenn das Öl mal ausgeht.

00:15:54: Wie soll man noch über Generationen Gebäudes heizen?

00:15:58: Da für mich immer schon ein Thema und ich bin Unternehmensgründer- und Familienunternehmer.

00:16:05: Das heißt alle Gebäuden die ich gebaut habe, habe ich gebaut unter der Maßgabe dass sie auch von den nachfolgenden Generationen genutzt werden können.

00:16:19: Ich selbst bewohne ein Haus, das wird jetzt irgendwann demnächst dreihundert Jahre alt.

00:16:23: Das wird auch noch von meinen Urenkeln bewohnt werden können.

00:16:27: Mit Unternutzung dieser Technologie?

00:16:29: Natürlich!

00:16:30: Ja natürlich klar und alle Gebäude kann ich als Familienunternehmer weiterverarben ruhigen Gewissens heran weil die werden keine Heiß- und keine Kühlkosten verursachen.

00:16:46: Jetzt kommen wir noch zu dem dritten Element.

00:16:48: Wir hatten jetzt das Dach den Boden.

00:16:50: Jetzt kommt noch die Wärmepumpe als Element, als viertes Element in diesen

00:16:57: Null.

00:16:57: Wenn jetzt es im Winter, im Januar eine Woche lang nieselnd und kalt ist und so dann kommt kaum Sonnenenergie durch die Wolkendecke durch ja?

00:17:07: Dann haben wir das Erdreich als zweite Wärmequelle Ja und dann kommt eine Sole Wasser-Wärmelpumpe zum Einsatz Und die heizt das Gebäude dann problemlos

00:17:20: Trotz des Altbaus?

00:17:21: Sie sprachen ja von dem Altbau.

00:17:23: Ja, aber der Altbau braucht natürlich eine Heizkühldeckel.

00:17:30: in einem normalen Haus hat man diese Heiz-Körper die brauchen um im kalten Winter zu heizen einen Vorlauf von sechzig Grad oder auch mehr.

00:17:42: Im alten Gebäude noch mehr als sechszig Grad.

00:17:46: und dieser Vorlauf, diese heiße Temperatur kann nur erzeugt werden über einen Verbrennungsprozess, indem sie Öl oder Gas verbrennen.

00:17:56: Da kommt noch die Wärmepumpe nicht mit, weil man kann es ja machen, aber das ist dann eine drei Wochen kaputt.

00:18:01: Die orelt sich dann zu tot in kürzester Zeit.

00:18:04: Also diese hohen Temperaturen brauchen einen Verbrentungsprozesse.

00:18:12: Was wir jetzt bei uns der Dreh- und Angelpunkt im Heiz- und Kühlsystem sind, ist die Heizkühldecke.

00:18:20: Das ist praktisch eine Fußbotenheizung, die hängt an der Decke.

00:18:25: Also ohne Beton.

00:18:29: Die Standardlösung in Deutschland ist Fußbotenheizungs-, Wärmepumpe und PV.

00:18:36: Sowas käme bei mir nie infrage weil die Fußbotenhäizungen ja nur Träge heizen kann.

00:18:46: Manche wollen damit auch kühlen.

00:18:47: aber ich kann davon abraten hat man jetzt eine Heizkühldecke, dann hat man eine sehr effiziente große Flächenheizung an der Decke hängen wo man nur eine niedrige Vollhoftemperatur braucht.

00:19:05: Um jetzt einen Raum wohlig zu beheizen brauche ich eine Vollhofftemperatur.

00:19:11: und jetzt kommt das Entscheidende von.

00:19:16: In einem Neubau mit dicken, gut isolierenden Bausteinen reichen sechsundzwanzig Grad voll auf Temperatur aus um im Raum angenehme dreiundzwantig Grad zu haben.

00:19:31: Verstehe da ist der neue Beantwortung?

00:19:32: Im Altbau bauen sie ein bisschen mehr.

00:19:33: Da waren so fünfunddreißig wahrscheinlich, ja?

00:19:36: Waren Sie eine höhere Vollauftemperatur also aber auch machbar!

00:19:38: So jetzt habe ich die Solarthermie, die liefert mir im Februar noch mal einunddreißig Grad schon, ja da geht es schon mehr als man braucht und ich kann dann mit den Temperaturen die die Sonne liefert.

00:19:57: Ein Gebäude ob alt oder neu locker zu Achtzig Prozent beheizen.

00:20:04: Und die fehlenden zwanzig macht eben dann eine Wärmepumpe die aber nur auf rund dreißig grad hoch anheben muss.

00:20:12: das ist kein großer teurer Prozess.

00:20:17: Wie wichtig sind in diesem Zusammenhang die Messprozesse?

00:20:21: Sie sprechen immer von intelligenter Nutzung, also gibt es im System eine Ansage dieser Sagen?

00:20:28: Ja ja das System wird durch eine intelligente Regeltechnik gesteuert.

00:20:33: was ich noch mal erwähnen möchte ist dass wir ein Multispeichersystem verbauen.

00:20:42: wenn sie mit nachhaltigen Energien arbeiten, müssen sie manchmal ganz viel speichern.

00:20:48: Also wenn die Sonne scheint oder wenn es brei regnet muss man den Löffel raushalten.

00:20:52: Ganz einfach ausgedrückt und wenn nachhaltige Energien Quellen liefern, muss man plötzlich ganz viel wegspeichern können um dann wiederum Zeit zu überbrücken.

00:21:07: Und wir haben im System ein Multispeicher-System bestehend aus einer Betonkernaktivierung Und einem PCM-Speicher.

00:21:18: Was ist Betonkannaktivierung, wenn sie decken gießen?

00:21:22: Haben Sie eine riesige Menge an Speicherkapazität im Beton und Sie können in Beton Wärme speichern.

00:21:35: Der laufende Meter von dem Rohrkreuz, dass man da in den Beton legt kostet ein Euro.

00:21:40: Also es kostet nichts!

00:21:41: Sie können also ein neues Gebäude.

00:21:45: Wenn die Decken gegossen werden, können sie mit einem riesen Speicher versehen.

00:21:50: Dann haben Sie noch die Möglichkeit – ich spreche von einem Multispeichersystem, eines weiteren Speicherssystems – ein PCM-Speicher.

00:21:57: Das sind jetzt moderne intelligente thermische Batterien, die zum Beispiel aus biologischen Ölen bestehen und die ähnlich wie einen Wassertank speichern aber nur ein Zehntel des Volumens benötigen.

00:22:13: Wenn die Sonne scheint und es regnet so richtig ist, dann müssen die Speichern speichern.

00:22:20: Und Speichersysteme, die jetzt schnell speicheren können sind gefragt... Wasser ist zum Beispiel ein Medium aber das Volumen an Wasserspeicher ist zu groß.

00:22:35: Ja, ich hätte da noch ein anderes Speichermedium in Angebot.

00:22:39: Wasserstoff wie Sie wissen aber das

00:22:41: kann

00:22:42: auch einsetzen.

00:22:43: Der muss ja erst erzeugt

00:22:45: werden natürlich.

00:22:46: Wir nutzen jetzt die direkt anfallenden Energien auf einfachste Art und Weise und müssen halt kurzfristig immer speichern.

00:22:58: Und dieses multispeicher System ist auch äußerst wichtig und es wird dann intelligent gesteuert über die ganze Regel über das Regelsystem.

00:23:07: Und wenn zum Beispiel, ja, wenn jetzt heiße Tage kommen oder wärmere Tage kommen dann muss man halt gucken dass man alles bereit hält zu speichern.

00:23:22: Sie können da mal eine Woche zwei überspringen?

00:23:27: Absolut.

00:23:28: Wenn das Herr Kohl was sie so selbst redend erklären doch so einfach ist Warum setzen wir das in Deutschland oder auch hier im Saarland nicht häufiger um?

00:23:41: Und könnte das Saarlands eine Modellregion werden.

00:23:44: Könnte man das hier hochziehen?

00:23:47: Ich arbeite daran, dass Saar Land zu einer Modell-Region zu machen.

00:23:51: Super!

00:23:52: Ja habe ich schon auf verschiedentlich geäußert.

00:23:56: Es gibt ja schon im Saarland eine ganze Reihe von diesen realisierten Projekten die wunderschön funktionieren.

00:24:04: Das ist ja schon mal eine tolle Basis, die glaube ich kein anderes Bundesland aufweisen kann.

00:24:11: Mit einer kleinen Anstrengung kann man jetzt da eine richtige Modellregion draus machen.

00:24:17: Ich habe natürlich versucht bei meinen Vorstellungen des Systems möglichst viele Leute zu beeindrucken oder zu informieren.

00:24:27: Ich hatte alle Bürgermeister des Saarlandes eingeladen zur Vorstellung des Null-plus-Null-Systems.

00:24:32: Drei kamen dann auch.

00:24:33: Nein,

00:24:35: nein!

00:24:36: Immerhin und da ist schon der eine oder andere Kroschen gefallen.

00:24:40: Es gibt also schon jetzt Bürgermeister die haben es verstanden.

00:24:43: Die haben verstanden dass wenn sie eine neue Schule bauen das mit dem Lotus Null System geschieht weil danach sowohl fast kostenfrei geheizt und kostenfrei gekühlt werden kann.

00:24:58: Und

00:24:58: wie lang?

00:25:01: Es gibt schon die ersten Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

00:25:05: Die laufen schon, ja?

00:25:07: Und ich bin müh mich.

00:25:09: Herr

00:25:09: Kohl wir saßen kürzlich mit der Ministerpräsidentin bei einem Kaminarben zusammen und da haben sie auch über das Konzept gesprochen.

00:25:18: Kurze Einschätzung ist das Land aktiv?

00:25:20: kann das Land seine Rolle als Modellregion heute schon sozusagen nach außen tragen oder haben wir noch Raum nach oben Luft nach hoch.

00:25:30: Um das zu machen, kann man nur top down gehen.

00:25:33: Es muss also dann auch von der Landesregierung aktiv gewollt und gefördert werden.

00:25:40: Mit anderen Worten?

00:25:42: Es ist noch nicht so weit!

00:25:43: Ich habe das große Glück mit dem Finanz- und Wissenschaftsminister Jakob von Weitzeggert zusammenzuarbeiten.

00:25:53: Der hat es verstanden.

00:25:56: Kann er das auch

00:25:56: fördern?!

00:25:58: Kann er das auch fördern?

00:25:59: Insofern als ich auf dem Gelände der Universität des Saarlandes jetzt demnächst ein Projekt starte, wo wir wahrscheinlich über vierhundert Apartments bauen.

00:26:13: Wenn ich siebenstückig bauen darf und morgen soll es entschieden werden.

00:26:17: Das

00:26:19: sind aktuellen.

00:26:20: Ja,

00:26:21: sehr aktuell.

00:26:22: Und dann bauen wir im Saarland das erste Studentenwohnheim, ich sag mal in Deutschland oder Europa, dass solar- und geothermisch nahezu kostenfrei beheizt UND gekühlt wird.

00:26:35: Das ist ja wirklich... Aha!

00:26:36: Dann hat das Saarlands also durchaus

00:26:39: ein Leuchtturmprojekt?

00:26:42: Warum?

00:26:42: Wir würden darüber gerne mehr Lesen, Hören sprechen.

00:26:45: Das tun wir hier in dem Podcast.

00:26:47: das ist einer der Gründe warum wir auch das Thema nach vorne bringen wollen.

00:26:52: was kann man tun um es noch stark ins Bewusstsein zurück und vielleicht auch um die Rolle des Saarlands als Modellland bundes- und vielleicht europaweit zu verbessern?

00:27:01: haben sie dann eine Idee haben sich schon mal Gedanken gemacht was man dass man da tun kann?

00:27:06: ich glaube

00:27:08: ich laufe in Berlin die Hacken ab auf Deutsch gesagt.

00:27:12: Ich stelle es vor, ich erkläre dann einem sicherlich sehr guten Juristen ein schwieriges thermodynamisches Problem.

00:27:22: Also meine Heiz- und Kühlösung.

00:27:24: China wird von Ingenieuren dirigiert.

00:27:28: Deutschland von...

00:27:29: ...Juristen.

00:27:31: Nichts gegen Juristen aber es ist halt nicht so einfach sich in diese doch etwas komplexeren thermodynamischen Probleme einzudenken.

00:27:44: Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass das den Leuten so weit entfernt ist.

00:27:50: Man fängt ja bei Minus an.

00:27:52: Schwierig und das sehe ich auch in Berlin.

00:27:55: Und ich würde mich natürlich wünschen mit Gesprächspartner zu haben, die auch verstehen.

00:28:03: übrigens auch in brüssel gibt es ideologische verblendung.

00:28:06: also auch da kommen sehr viele regeln die wie wir es am anfang besprochen haben eine einzige technologie den vorderen gerückt haben und alle fördertechnik aller regulierung musste darauf ausgerichtet sein.

00:28:17: eben strom strom strum und hier die kombination die sie beschreiben ist komplizierter aber am ende ist es doch vom resultat ja sehr einfach.

00:28:26: deswegen

00:28:27: jede handwerksbetrieb kann Solatermie verbauen.

00:28:32: Jeder Handwerksbetrieb kann die Heizkühldecke verbauen, jeder Handwerkesbetrieb, also Tiefbauer, kann die Rohre ins Erdreichen, mit der Dreißig-Tiefer legen ja?

00:28:41: Das ist ja alles keine Raketentechnik!

00:28:44: Wo werden denn diese Decken produziert?

00:28:49: Die Heiz-Kühldecken werden in Deutschland produziert.

00:28:52: das sind Alluschinen in die spezielle Rohre eingesetzt werden.

00:28:59: Das ist

00:29:01: Spezialstahl, also Alu mit Spezial-Stahl.

00:29:06: Also das ist nichts Tolles!

00:29:09: Man kann jedes Bestandsgebäude mit diesen Heizkühldecken nachträglich versehen weil diese Heiz-Kühldecke eine Aufbauhöhe von nur drei Zentimetern haben.

00:29:25: Jetzt stelle ich mir die Frage, könnten viele dieser Elemente – die Regeltechnik, die Heizkühldecken auch im Saarland produziert werden?

00:29:33: Also wenn man Modellregion sein will und Arbeitsplätze schaffen will dann ist es ja auch sinnvoll.

00:29:39: Die Regeltechnik wird schon im Saarland produziert, dass die Software dazu.

00:29:44: An

00:29:45: der Uni?

00:29:47: Nein, eine salenische Firma mit der wir intensiv zusammenarbeiten, die das ganz toll machen.

00:29:53: Sehr gut so!

00:29:54: Dann gibt es die Varke um Flächenkollektoren.

00:30:04: Alle Firmen, die früher einmal Sonntrektorin hergestellt haben sind mehr oder weniger vom Markt verschwunden weil die Solarthermie ist heute nicht mehr existent.

00:30:17: Mit zwei Ausnahmen habe ich das Wochenende aufgrund einer Familienfeier auf Kreta verbracht.

00:30:23: also der Weltmarktführer ist tatsächlich Griechenland und Zypern Weil die haben das einfach.

00:30:29: Im militäranen Raum ist es die Regel, aber nur zur Brauchwassererzeugung

00:30:38: zum Duschen.

00:30:40: Aber

00:30:42: ich nutze ja die Zulatermie zum Heizen.

00:30:46: Ja sehr gut

00:30:47: und das Brauchwasser fällt noch nebenbei mit ab.

00:30:50: Das ist nicht das Problem.

00:30:51: Sehr gut also.

00:30:53: ich glaube dass wäre eine Schöne Strategie für das Saarland, sich zum Beispiel nicht nur als Modellregion zu etablieren sondern eben auch auf die einzelnen Elemente.

00:31:03: Ausbildung von den Handwerkern, die das dann einbauen und die die Regeltechnik nutzen.

00:31:08: also da könnten wir ja hier der europäische Hub sagt man heute werden.

00:31:12: Die Modell-Regionssaarland

00:31:13: für die wirkliche Wärmewende wäre perfekt!

00:31:17: Sehr gut.

00:31:19: Es braucht halt dann möglichst viele Projekte die man macht.

00:31:24: Lassen Sie uns doch mal in der Konklusion zusammenfassen, was muss denn passieren damit in diesem Land es genau in diese Richtung vorwärts gehen kann.

00:31:36: Wenn wir einen Fünf-Punkteplan aufstellen.

00:31:39: Na Kohl Welche fünf Punkte sind denn so die relevantesten?

00:31:42: Ich habe eben schonmal mitgenommen... Wenn wir von Juristen regiert werden, ist es schwierig denen irgendwas zu erklären was technisch ist.

00:31:51: Bedeutet Punkt eins für eine Modellregion wäre Kopfsache meinst du?

00:31:56: Braucht ein technisches Verständnis.

00:31:58: ja

00:31:59: sehr gut

00:32:00: in der Landesregierung.

00:32:01: Ja

00:32:02: Wir schreiben mit also technisches verständnis.

00:32:06: Erstens Technisches Verstandenes in der Landesregierung.

00:32:09: Zweitens Herr Kohl

00:32:12: Dann braucht es den Willen modellregionen zu werden.

00:32:17: Ja, mitgeschrieben.

00:32:20: Wie steht es?

00:32:21: Dann braucht es ohne Ende Projekte.

00:32:29: Es gibt ja Bauprojekte!

00:32:32: Schauen Sie mal, da wird gerade das CIS bei Wettkarte gebaut.

00:32:36: Ich habe dem Herrn Backes vor zwei Jahren geschrieben und das Null-plus-Null System nahegelegt.

00:32:43: Ich hab nicht einmal eine Antwort bekommen von Professor Backees.

00:32:47: Stell dich mal vor.

00:32:49: Ja, aber vielleicht müsste man dann...

00:32:51: Was passiert jetzt?

00:32:52: Das Ding wird halt irgendwie beheizt in einer Art und Weise die ich als Unternehmer nie im Leben verantworten würde.

00:33:02: Vielleicht sollte man auch mit dem Bauunternehmer noch einmal sprechen.

00:33:04: der ist uns ja auch bekannt es ist ja auch ein Saarländer also dass man da vielleicht nochmal gemeinsam spricht.

00:33:10: Der Bauunternehmere ist auf meiner Seite her Aber der muss das ausführen, was andere geplant haben.

00:33:17: Sehr gut!

00:33:19: Dann da haben wir doch ein Projekt.

00:33:20: So liegt es halt nun mal in diesem Bausektor.

00:33:24: Es gibt Architekten und es gibt Bauherren ja?

00:33:26: Und der Bauherr will etwas bauen, er gibt das Geld, der Architekt macht einen Plan und das Bauunternehmen führt dann diesen Plan kostenoptimal aus.

00:33:36: Dann haben wir hier für diesen Podcast eine ganz klare Aussage.

00:33:39: Wir rufen Herrn Professor Backe Slau zu Schauen Sie sich das noch mal an, weil sie übergeneraziert.

00:33:47: Es ist aber zu spät leider Gottes, ja?

00:33:49: Weil die Planung war schon sehr weit vorgeschritten und wenn man alles so laufen lässt dann läuft es halt, also man hätte es natürlich nicht ändern können.

00:33:58: Vielleicht

00:33:58: haben

00:33:59: wir noch eine Chance.

00:34:00: Heute haben wir nirgends keine Chance.

00:34:02: heute haben wir da ein dreihundert oder vierhundert Millionen Projekt, dass für meine Begriffe so nicht hätte beheizt und gekühlt werden dürfen.

00:34:12: Also das liegt ja in Sankt Ingwerth.

00:34:14: Und dort ist auch die Geschäftsstelle eines gewissen Fußballvereins, bei dem man auch geglaubt hat, da passiert alles nicht was die Mann.

00:34:21: Wir kriegen es hin!

00:34:22: Ich bin da sehr zu versinkt, Herr Kohl.

00:34:29: Bin ich optimist.

00:34:31: Haben wir noch zwei Punkte?

00:34:32: Wie ist das mit Pragmatismus, weil hier sieht man ja ein bisschen mehr Pragmatismus und weniger Voreingenommenheit hätte hier auch geholfen wahrscheinlich das CISPA eben zu machen.

00:34:41: also pragmatische Lösungen Das ist nicht nur das technische Verständnis sondern es der Wille einfach nicht die Ideologie in den Vordergrund zurück.

00:34:50: Sehe ich das richtig wäre das der vierte Punkt?

00:34:52: Ja, natürlich.

00:34:53: Es muss alles technologieoffen sein und nicht Ideologie behaftet.

00:34:58: Sehr gut!

00:34:59: Dann brauchen wir noch Geld.

00:35:02: als fünften Punkt wie ist das mit Subvention?

00:35:05: Ich will sie nicht herbeireden aber viele Bauprojekte haben ja sowieso einen öffentlichen Träger.

00:35:13: könnte man bei Ausschreibung eine Art Quote reinschreiben du kriegst die öffentliche Förderung nur wenn Geht so weit.

00:35:23: Es gibt ja schon diese Vorschriften, also Kfv-Fürzig ist ja schon ein besserer Zustand als vorher.

00:35:30: Also früher gab es Kfw-Hunderts und jetzt hat man Kfwe-Fourzig.

00:35:32: Das ist schon eine Verbesserung die aber in meinen Augen nur eine trügerische Verbesserungen ist weil ich im Winter sehr viel Strom brauche zum Heizen und der eben umweltschädlich produziert wird.

00:35:46: das läuft halt mal so leider Gottes.

00:35:52: Wichtig ist, dass man einfach den Leuten erklärt, wenn man heute baut ein Gebäude wegen des bevorstehenden Klimawandels sowohl nachhaltig heizen als auch kühlen muss.

00:36:08: Also meine Firmengebäude die ich vor dreißig Jahren gebaut habe sind über Heizkühldecken Wasser gekühlt und da kann der Sommer noch so heiß sein.

00:36:17: Meine Belegschaft sitzt immer schön kühl, hat einen kühlten Kopf

00:36:22: Und nicht

00:36:23: Klimaanlagen, die eine kalte trockene Luft in den Raum blasen.

00:36:29: Jetzt mal eine ganz banane Frage!

00:36:31: Könnte ich mein Haus umrüsten?

00:36:34: Jede Zeit.

00:36:37: Der Dreh- und Angelpunkt sind ja die Heizkühldecken.

00:36:40: Die werden nachträglich angebracht mit drei Zentimeter Aufbauhöhe.

00:36:45: Das werden Sie daher gar nicht sehen...

00:36:48: Also da wird quasi eine Decke reingezogen unter meine Decke und da verschwinden die.

00:36:53: Die Deckenhöhe ist ein bisschen geringer, aber man sieht das kaum.

00:36:56: Verstehe!

00:36:58: Jedes Bestandsgebäude lässt sich nachrüsten.

00:37:02: Jedes Dach hat noch Platz für Solarthermie?

00:37:05: Ja auf jeden Fall.

00:37:06: Und wir können genau berechnen wie viel Solarthermie und wie viele Oberflächenargiothermie ein Gebäude braucht.

00:37:13: wenn sie einen Garten haben mit grüner Wiese kann man in diese grüne Wiese Das kalte Nahwärmenitz legen, also die Schläuche verkraben.

00:37:21: Einst dreißig Tief alles machbar.

00:37:25: Herr Kohl ich komme zum Besuch.

00:37:26: Mein altes Gebäude ist das wie gesagt schon als ein denkmal geschütztes demnächst dreihundert Jahre altes gebäude Ist habe ich mit Heizkühldecke nachgerüstet.

00:37:35: Das ganze Gebäudel lässt sich im Sommer fast kostenfrei kühlen?

00:37:40: Ist der Wahnsinn!

00:37:41: Weil auch die dicken Mauern heizen sich auf.

00:37:44: Das muss

00:37:44: man nicht so unterschätzen, ja?

00:37:45: Ja aber das... Die kühlen im Sommer auch!

00:37:48: Ich hab's da erlebt ich kenn ihr Haus...

00:37:50: Also mein Haus ist also von morgens bis abends Sonnenbeschienen.

00:37:53: Stimmt.

00:37:53: Dann dickes Schieferdach und glauben Sie mir, das macht keinen Spaß mehr.

00:37:59: Obwohl er so dicke Mauern hat.

00:38:00: Und diese dicken Mauern speichern die Wärme und dann zum Herbst beginnen.

00:38:06: merken sie noch wenn man den jetzt schon heizen sollte wie die Mauern noch zwei, drei Wochen die Wärme halten.

00:38:13: Und dann irgendwann ist sie draußen und da müssen Sie heizen.

00:38:17: Also die dicken Mauern sind nicht immer wirklich ein Faktor der Kühlt.

00:38:24: Wir haben Vier-Einhalb Punkte lieber Torsten.

00:38:26: ich glaube das ist ganz gut.

00:38:27: wir haben mitgeschrieben.

00:38:29: Ich würde sie sehr gerne besuchen Herr Kohl um das auch mal für mein Haus mal mir anzuschauen was das denn was eine Umrüstung kosten würde.

00:38:36: großer Freund der Solarthermie, weil ich es eben aus dem mediterranen Raum kenne.

00:38:41: Könnte man sagen wir können mit dem System nicht Energie autark werden im Saarland?

00:38:47: Also dass das wir sozusagen selbstständig uns mit der Energie versorgen können vielleicht im warme Bereich aber insgesamt natürlich nicht.

00:38:54: Aber wir sind weniger verbundbar.

00:38:57: Der Wärmepereich ist natürlich ein ist ja der größte Energie.

00:39:00: Ist der größter.

00:39:02: Also sechzig Prozent der Energie geht in die Warme

00:39:06: Aber wir können uns weniger verwundbar machen, wenn es dem nutzen wird.

00:39:10: Wir sind resilienter!

00:39:12: Ja, wir sind resilienter.

00:39:13: Wir brauchen weniger Importe und können uns stärker darauf konzentrieren das Geld für wesentliche Dinge auszugeben als für Gas, dass wir dann in Wärme umwandeln.

00:39:24: Also insofern...

00:39:25: Wir nutzen vorhanden kostenlose Energiequellen.

00:39:29: Die Sonne schreibt keine Rechnung ja Und die Sonne wird auch ins Erdreich eingetragen.

00:39:32: Das ist wie daraus zu gehen.

00:39:35: Ich habe das immer früher auch gehört und geglaubt, aber mittlerweile ist es ja so.

00:39:39: Die Sonne schreibt keine Rechnung nur dann wenn sie gut aufgestellt sind.

00:39:42: Wenn Sie Stromnetze haben oder eben ein Geothermie-Solartermiesystem.

00:39:48: Nur dann, wenn Sie's nicht haben und produzieren, dann schreibt die Sonne sehr wohl Rechnungen weil Sie eben Redispatching haben, Abregelung usw.

00:39:56: Aber

00:39:57: noch einen Wort zu der Nachhaltigkeit?

00:40:02: die Wage um Flächenkollektoren, die wir aufs Dach stecken haben eine Lebenserwartung von weit über fünfzig Jahren.

00:40:12: Das kalte Nahwärmennetz und die PE-Rohre db verkraben ins Erdreich werden länger leben als das Haus da steht.

00:40:21: Die verrotten nicht in einst Reißig Tiefe.

00:40:23: Das heißt sie haben eine wirkliche nachhaltige energetische Bewirtschaftung Ja, und das ist letztlich die billigste Lösung.

00:40:34: Und dass Haus oder Immobilie behält ihren Wert?

00:40:38: Absolut!

00:40:39: Jetzt habe ich aber wirklich noch mal zur Förderung eine Frage, weil Sie haben vorhin so ein bisschen ausweichend... Sie wollen da die Förderungen nicht.

00:40:46: Wenn ich jetzt heute Förderungsjahr bekomme für Solar und für PV, Photovoltaik Ich würde mir aber wünschen, dass Ihr System gefördert wird.

00:40:57: Geht das

00:40:57: heute?!

00:40:59: Wenn Sie heute ein Gebäude, ein Bestandsgebäude energetisch sanieren wollen.

00:41:04: Dann bekommen sie natürlich eine Förderung für die Heizkühle.

00:41:07: Das stimmt.

00:41:09: Für das kalte Nahwärmenetz sehr.

00:41:11: Das kriegen sich schon ja?

00:41:12: Das ist alles... wenn Sie ein neues Haus bauen und dann sieht es anders aus.

00:41:17: Okay, sehr gut!

00:41:18: Aber wenn man heute ein neues haus baut muss man die Kühlung bedenken in den Wert des Hauses in der Zukunft zu erhalten.

00:41:28: Das Tolle am Null-plus-Null-System ist, dass sehr wichtige Systemkomponenten doppelt genutzt werden.

00:41:39: Die Solarthermie macht mir das Haus im Winter schön warm und im Sommer erzeugt die Solartheremie heißes Wasser mit dem ich die Kältemaschine betreiben kann.

00:41:53: Und das kalte Nahweibernetz ist ja auch im Sommer oder im Winter da.

00:41:57: Die doppelte Nutzung, die Heizkühle kann heizen und kühlen.

00:42:00: Und die doppelten Nutzungen wichtiger Systemteile macht das ganze System billig!

00:42:07: Eine Zukunftslösung für das Salan lieber Thorsten?

00:42:10: Ich würde gerne Herr Kohl so zwei drei Begriffe, die Sie genannt haben nochmal zum Abschluss aufgreifen Und zwar, sie haben gesagt Resilienz.

00:42:19: Sie haben gesagt Nachhaltigkeit und sie haben zu Beginn das so schließt sich die Klammer gesagt ich habe mit ein paar siebzig gerade zweimal nochmal gegründet.

00:42:28: Herr Kohl wir leben in einer Zeit da ist Longevity Trend und inn.

00:42:33: jeder will altwerten und jung bleiben.

00:42:35: wie haben sie das gemacht?

00:42:37: geben sie uns doch mal ihr Geheim Rezept mit.

00:42:39: also Ich habe mit Ende zwanzig angefangen zu joggen ja und damals ist noch niemand gejoggt.

00:42:46: Ein Freund von mir im Internat jeden Morgen joggen musste, hat mir das beigebracht und dann bin ich gejoggt.

00:42:53: Und ich habe die Firma aufgebaut in dem ich jeden Morgen um halb sieben bei Wind-und-Better rausgelaufen bin und gejockt bin.

00:43:01: Da ist der Stress abgeperrt.

00:43:05: Ich habe die Wichtigkeit des Sports erkannt.

00:43:10: Heute bin ich Kraftsportler, schwimmer, mache Yoga Und damit halte ich mich fit.

00:43:20: Klarer Ansage!

00:43:21: Ich mache auch jeden Morgen meine Klimzüge und meine Liegestütze ja mal schnell so in ein paar ... das ist eine Minutensache, ja?

00:43:27: Und dadurch hat man dann auch nicht nur die Kraft aber auch dann die Gesundheit, der Sport macht gesund,

00:43:36: ja?!

00:43:37: Und da kann man natürlich mit Paarundsiebzig, ich bin jetzt Sechsundsibzig Ich möchte noch in zehn Jahren die Sachen alle zum Erfolg führen.

00:43:44: Ja, ich kann natürlich... Ich habe das Gefühl, dass ich die Kraft dafür habe!

00:43:51: Das ist wichtig, dass man sich da nicht von der Zahl beeindrucken lässt sondern einfach seiner inneren Stimme folgt.

00:43:58: Kenne ich mit meinen Sechzig jetzt?

00:44:00: Nein,

00:44:00: nein, dann

00:44:02: nehmen wir hier.

00:44:02: Ja gut, junger Hüpfer, ich weiß aber es ist tatsächlich so, dass einem früher diese Zahlen sehr groß erschienen.

00:44:11: Aber wenn man konkret drinsteckt, kommt es wirklich auf diese Disziplin und auch den Willen an.

00:44:16: Also da kann man sehr viel erreichen.

00:44:19: Ja viele Projekte die man dann noch hat.

00:44:21: Torsten hast du noch eine Frage?

00:44:23: Nein ich wollte nur sagen, dann nimmt der forty-seitigjährige das genau jetzt.

00:44:29: lieber Herr Kohl vielen lieben Dank für der spannende Einzige auch in ihr Leben.

00:44:36: Ich weiß dass ist nicht selbstverständlich Sie haben ja genug zu tun, wie wir gehört haben.

00:44:41: Ich drücke uns allen die Daumen, dass Ihre Ideen auch im Saarland Einzug erhalten.

00:44:48: Es ist ja immer so eine Sache mit dieser Modellregion aber vielleicht fangen wir einfach mal an bevor wir Konzept gestreiben

00:44:54: und legen... Wir machen es einfach!

00:44:55: Wir machen das

00:44:56: einfach!

00:44:57: Das ist auch meine Losung.

00:45:00: Und vielen lieben Dank Herr Kohlen.

00:45:01: Herzlich

00:45:02: willkommen in Grüße.

00:45:03: Vielen Dank für die Einladung hat Spaß gemacht.

00:45:06: der gerne hat uns auch Spaß gemacht Und wir werden das natürlich in die Kanäle bringen und ich sehe, dass sie auch auf LinkedIn sehr aktiv sind.

00:45:16: Herr Kohl ist natürlich...

00:45:18: Notgedrungen um diese Start-ups ins Gespräch zu bringen?

00:45:24: Absolut!

00:45:25: Das werden wir verbreiten.

00:45:27: Vielen Dank, wird fortgesetzt.

00:45:29: Alles Gute!

00:45:30: Danke Ihnen, tschüss!

00:45:36: Sie haben Wünsche, Kritik oder Anregungen.

00:45:39: Dann schreiben sie uns unter info-et-trikot.media.

00:45:45: Bewerten Sie uns gerne empfehlen Sie uns gern weiter denn dann haben wir die Möglichkeit diese Frage auch mit vielen anderen zu diskutieren und wir tun dies alles im Sinne unseres Landes.

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