#26 Die FDP lebt – und sie will wieder regieren
Shownotes
Die saarländische FDP meldet sich zurück – und mit ihr ein Name, der die politische Landschaft des Saarlandes seit Jahren prägt: Jorgo Chatzimarkakis. In der neuen Folge von „Die Saarfrage“ spricht er erstmals ausführlich über seine Rückkehr in die FDP, seine Kandidatur für die Landtagswahl 2027 und die Frage, warum er glaubt, dass das Saarland wirtschaftlich und politisch an einem Kipppunkt steht. Es geht um Deindustrialisierung, fehlendes Wirtschaftswachstum, die Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen – aber auch um politische Heimat, Machtoptionen und die Zukunft der demokratischen Mitte. Warum verlässt Chatzimarkakis die ÖDP? Warum hält er die FDP plötzlich wieder für regierungsfähig? Und weshalb sagt er offen: „Ich halte das nicht aus, einfach zuzuschauen.“? Eine Folge über Industrie, Identität, politische Strategien und die Frage, welche Rolle das Saarland in Zukunft noch spielen will. Jetzt reinhören in die neue Folge von „Die Saarfrage“.
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00:00:01: Die Saarfrage.
00:00:03: Verstehen was im Land zählt?
00:00:06: Die Saarfrage kann heute nur ein Thema haben, nämlich einen Comeback in der saarländischen FDP.
00:00:17: Ich wollte schon sagen in der Saarländische Politik aber das wäre ja zu kurz gesprungen und deshalb haben wir auch die Runde heute verkleinert.
00:00:28: Der liebe Christoph ist nicht unter uns, aber den grüße ich sehr herzlich.
00:00:34: Stattdessen freue ich mich umso mehr dass Jorgo Schatzima Krakis mit dabei ist.
00:00:40: lieber Jorjo!
00:00:41: Herzlich willkommen zur Saarfrage.
00:00:44: Guten Morgen und vielen Dank für die Einladung.
00:00:48: und liebe Grüße an Christoff.
00:00:51: Jorga, die Saar Frage deckt auf was man im Land verstehen sollte, wenn es um die Politik geht.
00:01:03: Und in den vergangenen Tagen ging durch die Medienlandschaft das die FDP im Saarland ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl zwanzig siebenundzwanzig nominiert hat.
00:01:19: und nominieren bedeutet er ist noch nicht gewählt aber der Landesvorstand hat einstimmig entschieden Jorgo Shazimakakis möge bitte, der neue Spitzenkandidat werden.
00:01:34: Warum machst du so was?
00:01:37: Zunächst mal eine kleine Richtigstellung.
00:01:41: Der Landesvorschlag hat tatsächlich nominiert ein Spitzenteam mit Jorgos Shazi Makakis auf Platz eins und der Landesvoresitzenden Angelika Hiserich-Peter auf Platz zwei.
00:01:54: das war die Nominierung Und diese Nominierung erfolgte ohne Gegenstimmen.
00:02:00: Es gab ein paar Enthaltungen, aber es war ein Mütig.
00:02:04: so nennt man das ja in der Politik und dass nach durchaus intensiven Diskussionen wo wie üblich in Parteien und auch richtig im demokratischen Prozess alle Themen auf den Tisch kamen und angesprochen wurden Auch Themen die natürlich nicht immer Begeisterung entfachen bei allen Kandidaten.
00:02:26: Jeder hat seine Vergangenheit und hat seine Auf- und Abs und alles wurde besprochen, gleichwohl sieht die FDP im Moment eine Chance der Rückkehr in den Landtag.
00:02:40: Ich gehe einen Schritt weiter.
00:02:42: ich würde sogar sagen es gibt eine Machtoption für die FDP Und das ist wichtig für den demokratischen Prozess im Saarland denn uns droht ja hier Eine ähnliche Situation wie im Bund, quasi eine Unregierbarkeit hätten wir keine große sogenannte Große Koalition.
00:03:04: Und wir alle sehen im Moment was diese Verbindung aus SPD.
00:03:09: Ich nenne die zuerst weil sie im Saarland stärker sind und CDU im Bund gerade verursachen.
00:03:16: Das ist einer der schwierigsten Situationen in der Nachkriegszeit Obwohl ist dem Land grundsätzlich besser gehen könnte.
00:03:24: Aber hier verhakt man sich politisch und die Situation schreit förmlich nach, ja, Vernunft, nach einem politischen Partner der politischen Mitte, der Themen anpackt, der sich nicht von großen Angstmechanismen, die über die Brandmauer entstehen – wir haben das hier in dem Podcast oft genug diskutiert in die Ecke stellen lässt und sozusagen sich verängstigen lässt, sondern ein Partner der sagen wir mal ganz kurz auf den alten Markenkern der FDP zurückkommt.
00:04:03: Und wirtschaftliche Vernunft, wirtschaftsorientierte Politik anbietet im Sinne von Arbeitnehmern, denn Arbeitnehmer brauchen einen Job und Arbeitgeber, Arbeitgebern brauchen Märkte für diese Produkte produzieren können.
00:04:21: und nur diese Einsicht, dass wir wieder Vernunft brauchen führt letztendlich dazu.
00:04:27: Dass wir eine Möglichkeit haben außer dieser ja man kann schon fast sagen vermalle Deiten so genannten großen Koalitionen weil die mögen sich ja nicht herauskommt aus dieser Spirale und was Neues anbietet und dafür steht die FDP jetzt bereit
00:04:46: dann lass uns doch mal zwei erlei klären.
00:04:49: zum einen Was ist jetzt noch zu tun, bevor wir aber dazu kommen?
00:04:56: Würde ich viel lieber die Frage mal in die Tiefe gehend beantworten.
00:05:04: Warum treibt dich das denn an?
00:05:07: Warum hast du dich entschieden?
00:05:08: Warum verlässt Du die ÖDP?
00:05:13: also erstens bin Ich ein homo politikus übersetzt Ein mensch der sehr stark in politischen dimension immer gedacht hat von Kindesbeinen an.
00:05:24: Ich wollte mal als Kindeswunsch, ich wollt Landwirtschaftsminister werden.
00:05:29: also das war immer mein Wunsch andere Voluntierarzt werden Busfahrer Feuerwehrmann!
00:05:33: Ich wollte Landwirtschaftsminister werden weil ich wollte dass die Kergenberge Kretas wieder bewaldet werden.
00:05:41: so da ist ein ganz tiefer Schritt der Motivation der im Inneren liegt.
00:05:48: Das ist die Nummer eins und die Nummer zwei.
00:05:51: warum?
00:05:53: Ich bin ja im August... ...二zig, fünf zwanzig mit der Familie wieder ins Saarland zurückgekehrt und ich empfinde sowas zum ersten Mal so richtig umgehend umfassend wie Heimat.
00:06:07: Ich fühle mich wohl!
00:06:08: Ich bin in meinem persönlichen Umfeld sehr vielleicht ist das fast schon sehr privat aber sehr glücklich und ich verdanke dass die Verankerung im Saarlands auch Gesellschaft bei Menschen, die einen grüßen und schätzen.
00:06:28: Ich liebe mein Garten etc.
00:06:32: Aber ich sehe die Heimat in Gefahr!
00:06:35: Ich sehe das Aufstiegsversprechen was quasi die letzten vielleicht fünf bis acht Generationen geleitet hat also der nächsten Generation.
00:06:45: soll es besser gehen?
00:06:47: dieses aufstieg versprechen können wir nicht mehr garantieren.
00:06:52: Ich habe vier Töchter und ich mache mir Sorgen, ob diese Töchter eine Heimat, die ihnen einen Arbeitsplatz sichert.
00:07:01: Die ihnen eine Möglichkeit sichert ohne asoziale Algorithmen, sich im sozialen Geschehen betätigen zu können.
00:07:14: Ob es solche eine Heimat gibt, die ja auch in einem Deindustrialisierungsprozess steckt?
00:07:20: Mir hat große Sorge bereitet der Umstand, dass das Saarland unter den Bundesländern das Letzte ist.
00:07:27: Was die Wirtschaftskraft, was das Wirtschaftswachstum angeht hat mir weh getan weil ich komme aus einem industriellen Umfeld.
00:07:36: zwar wollte ich Landwirtschaftsminister werden aber meine Vorfahren also mein Vater und mein deutscher Großvater haben beide in der Stahlindustrie gearbeitet und ich weiß was das bedeutet für einen Arbeiter dass er wertgeschätzt wird auch für seine Arbeit.
00:07:52: Mein Vater hat das immer mir wieder gesagt, dass die Zeit als Ervorarbeiter war für ihn die wichtigste Wahl in seinem Leben und diese Wertschätzung, die man bekommt für seine arbeit.
00:08:01: Die flutscht uns gerade weg weil Industrie Arbeitsplätze ja wie auf so einer abschüssigen Bahn uns vor unseren Augen wegfallen.
00:08:13: Ich halte es nicht aus ich kann da nicht einfach zugeschauen Und deswegen habe ich auch die Erfahrung, die ich als Industrie-Mensch gemacht habe.
00:08:24: Ich war ja nach meiner Zeit im Europäischen Parlament – das war von dem Jahr zwei Tausend vier bis zum Jahr zwei tausend viertzehnt.
00:08:32: Ich bin jetzt im elften Jahr CEO heißt das also derjenige, der die Geschäfte führt eines großen europäischen Verbands.
00:08:40: und wer denkt dieser Verband macht nur Lobbying?
00:08:43: Der liegt völlig verkehrt!
00:08:45: Dieser Verband hat einen Sektor nämlich den Wasserstoffsektor aufgebaut Und ich bin da auch der oberste Manager.
00:08:51: Ich muss vom ersten Angestellten, der ich war im Jahre Zwei-Tausendsechzehn bis heute wo wir bis zu Achtundvierzig Leute aufgebaut haben... ...ich muss die Managen!
00:09:04: Ich muss den Verband managen und nicht nur mich ums Lobby inkümmern.. ..und die enge Erfahrung mit den Industriellen, die ja bei mir Mitglieder sind Mittelständler kleine Startups große, sehr große Konglomerate auch ausländische Unternehmen.
00:09:21: Die intensiven Gespräche mit den dortigen Kapitänen und Kapitäninnen gibt auch viele Frauen dort.
00:09:28: die haben mich überzeugt.
00:09:30: es gibt einen Weg wie wir zur Industrialisierung sauber zurückkommen unter Einhaltung der Klimaschutzregeln.
00:09:39: Und genau das möchte ich jetzt tun.
00:09:42: Ich möchte meine Erfahrung aus der Politik Das ist Handwerk mit der Erfahrung aus der Industrie, dass es tiefgehendes eintauchen in die Mechanismen und Prozesse der Industrien möchte ich einbringen für meine Heimat.
00:10:00: Ich liebe das Saarland!
00:10:01: Ich bin dankbar, dass sich so viel hier bekommen habe.
00:10:07: Ich bin jetzt auch in einem Lebensalter – das stand ja in der Zeitung – für das ich mich gar nicht schäme.
00:10:12: ganz im Gegenteil Ich bin sechzig geworden.
00:10:16: Es ist Zeit, seine Erfahrung einzubringen und zwar so dass meine Kinder und die Kinder aller anderen Saarländerinnen und Saarländern hier eine Chance haben.
00:10:27: Darf ich zusammen fassen?
00:10:29: Ich möchte das der Saarland, dass der Ort ist wo die glücklichsten Deutschen wohnen.
00:10:34: im Moment ist es nicht.
00:10:35: Im Moment ist das Schleswig-Holstein ein schöner Wettbewerb weil sie haben am gleichen Tag Landtagswahl.
00:10:41: Wir wollen der Ort sein, wo die glücklichsten Deutschen leben.
00:10:46: So bei aller Dankbarkeit!
00:10:49: Wie dankbar war denn die ÖDP dass sie ihren ehemaligen Landesvorsitzenden verliert?
00:10:55: Also für mich gab es einen relativen Bruch in der Unterstützung.
00:11:01: jeder weiß das.
00:11:02: meine geliebte Ehefrau Manuela Rippa die Europa Abgeordnete des Saarlandes ist.
00:11:09: so kann man sie bezeichnen weil sie Die einzige Abgeordnete ist, ich erinnere zu meiner Zeit als ich Europa-Abgeordneter für das Saarland sein durfte waren wir vier.
00:11:18: Es gab eine Abgeordnette der CDU einen der SPD einer der Grünen und eben mich für die FDP.
00:11:26: heute haben wir nur noch eine dass es die manuela die manuelle macht.
00:11:28: das super.
00:11:30: Ich bin total begeistert wie sie auch ihrer Bestimmung ihrer ja ihre inneren Überzeugung folgt.
00:11:38: aber in einer stelle gab's ein bruch ein echten Bruch.
00:11:41: Das war das Mercosur-Abkommen, beim MercosUR Abkommen wird so ziemlich deutlich worum es in dieser Welt geht.
00:11:50: Da geht es darum dass wir neue Handelspartner fest uns erschließen.
00:11:54: Deutschland ist ein Handels und Exportland Und die ÖDP und die Manuela haben gegen Mercosurt gestimmt.
00:12:02: und da war für mich Die Messe gesungen!
00:12:05: Da habe ich gesagt, das ist ein Anlass Tatsächlich zu sagen, das kann ich nicht mehr unterstützen.
00:12:13: Auf der anderen Seite versteht auch jeder ÖDPler, jede ÖDPlerin es gibt noch das große Thema AfD im Lande und die ÖDP ist eine konservative demokratische Partei.
00:12:24: aber es gibt gemeinsam mit allen anderen Demokraten ein gleiches selbes Ziel AFD bekämpfen Und auch das habe ich der ÖDP gegenüber erklärt.
00:12:37: Es ist für mich einfacher das Thema AfD tatsächlich auf die Tagesordnung zu setzen in meine alten Parteien der FDP, als dass jetzt über die ÖDP zu tun.
00:12:50: Die ÖDP hat eine andere Aufgabe.
00:12:51: da muss sie sich darauf konzentrieren soll sie auch.
00:12:55: ich unterstütze Sie da.
00:12:56: aber jetzt sind noch größere Fragen tatsächlich dar.
00:13:00: wie kann man diesen wirtschaftswirtschaftlichen Bruch vielleicht über nehme ich ein Wort was ich von der ÖDP gelernt habe nämlich Kipppunkte.
00:13:09: Wie kann man die Kipppunkte, die wir erleben beim Klima?
00:13:12: Bei den Arten-Schutz.
00:13:15: Wie kann das aber übertragen auf die Industrie?
00:13:17: Es gibt ja auch industrielle Kipppunkte und du kriegst einen industriellen Arbeitsplatz nicht mehr zurück wenn du ihn einmal verlierst.
00:13:24: Und dieses Verständnis für das ich übrigens auch in der FDP werben muss.
00:13:29: Auch in der FTP gibt es viele sagen Lass die Industie gehen!
00:13:32: Wir machen jetzt einfach Mittelstand und... Das wird so nicht ganz einfach funktionieren.
00:13:35: Ich sage das ganz offen und ganz klar Auch wenn mich das Stimmen kostet.
00:13:40: Jeder industrielle Arbeitsplatz bindet ja fünf, sogar bis acht weitere Arbeitsplätze in den Zulieferbetrieben im Mittelstand und darum geht es mir jetzt!
00:13:51: Ich kann industriellen Kipppunkte nicht bekämpfen indem ich auf dem Sofa sitze.
00:13:55: Ich muss selber rein in die
00:13:56: Manege.".
00:13:57: Warum hast du dich denn für die FDP entschieden?
00:14:02: Es hätte bestimmt auch noch andere Alternativen... gegeben.
00:14:07: Warum ist es die Rückkehr zu der Partei, in der du schon mal der Generalsekretär warst?
00:14:15: Also das hat natürlich ganz viel damit zu tun dass ich mich auch aufgehoben fühlte.
00:14:20: Ich habe zu Jahresbeginn die Neujahrsempfänge der FDP besucht einfach aus Interesse und dem üblichen sozialen Drang mit Menschen zusammen zu sein angenommen, so freundlich aufgenommen.
00:14:39: Ich habe auch gesehen dass die Lage der FDP viel besser ist als die Stimmung.
00:14:44: Die Stimmung war am Jahresanfang kurz vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg nicht so gut.
00:14:53: das habe ich gemerkt, dass die Stimmung nicht gut war aber die Lage war gut.
00:14:57: sehr viele Gäste sehr prominente auch Nichtmitglieder die einfach dahin kommen also eine wunderbare Struktur.
00:15:05: Und dann gab es auch keinen Grund für mich zu zweifeln, dass es Sinn macht mit früheren Parteifreunden und Freundinnen.
00:15:16: Nicht jeder Parteiffreund ist ein Feind, die immer noch ein gutes inniges Verhältnis haben diese Aufgabe auf sich zu nehmen.
00:15:25: Das ist schon mal das Persönliche!
00:15:28: Und das Rhein Macht.
00:15:30: Optionale ist ja auch offensichtlich.
00:15:32: Wenn es eine SPD gibt, die eine absolute Mehrheit noch hat, die sie hofft zu halten aber nicht unbedingt halten kann.
00:15:42: Dann ist das ein interessantes Angebot für beide große Partner also auch die CDU.
00:15:51: dann ist es ein Angebot mit einem kleineren Koalitionspartner vorübergehend klein wohlgemerkt nämlich der FDP eine Koalition zu bilden.
00:16:01: Wir müssen endlich wieder zu den Alternativen, die Deutschland ja stark gemacht haben zurück.
00:16:06: Wir waren in den fünftiger, sechziger, siebzig- achtziger Jahren als FDP der Faktor, der den Wirtschaftsausschwung Deutschlands möglichgemacht hat, der politische Blockaden verhindert hat.
00:16:22: Deutschland hat ja ne Wahnsinnsgeschichte hinter sich!
00:16:25: Das Saarland hat ne Wahnsinnsgeschichte sich und in vielen Bereichen hat die FDP auch im Saarland in Regierungstechnik geholfen.
00:16:36: Und genau dahin müssen wir wieder zurück, wir müssen dem Land wieder Alternativen bieten außerhalb dieser formaldeiten AfD!
00:16:45: Das gibt es doch wohl nicht.
00:16:46: dass wir jetzt alle wie das Kaninchen auf die Schlange blicken.
00:16:49: Das kann nicht wahr sein und deswegen muss man Alternatven bieten.
00:16:55: bleibt wieder beim Begriff Heimat, politische Heimat für mich.
00:16:58: Sondern auch von der Machtarithmetik ein völlig interessanter Partner um in der Demokratie wieder mehr Farbe zu haben, mehr Demokratie zu haben aber vor allem mehr Wirtschaftsverstand.
00:17:11: also die Leute sind ja enttäuscht und wütend auf die Politik und gehen deswegen zur AfD.
00:17:17: dann lass uns ihnen doch mal Alternativen bieten, die wir jetzt gerade entwickeln und freue mich jetzt schon über den Prozess, der ja jetzt entsteht innerhalb der FDP.
00:17:27: Bevor wir zu diesem Prozess kommen du hast dich für eine Partei entschieden.
00:17:31: die ist ja leider in den vergangenen Jahren in Richtung Bedeutungslosigkeit unterwegs so leid mir auch der Begriff tut.
00:17:42: was stimmt dich denn optimistisch diesen diesen Trend umkehren zu können?
00:17:47: Und dieser Trend ist ja kein Saarländischer er isst ja leider Gottes Ein nationaler und auch hier ist die fünf Prozent höre de weit entfernt.
00:18:01: Also der Begriff Bedeutungslosigkeit ist ja immer relativ, hat viel mit der Sicht des Betrachters zu tun.
00:18:09: Eine Partei, die nach wie vor ausgewiesen ist.
00:18:11: im Saarland hatten wir beim letzten Mal vier Komma acht Prozent es fehlten nicht viele Stimmen um in den Landtag zu kommen kann ja nicht bedeutungsloß sein sondern sie Ich sage es nochmal, eine Substanz und eine tatsächliche Struktur die mich auch überrascht hat positiv auf der sich aufbauen lässt.
00:18:30: Nummer zwei in meiner Antwort.
00:18:34: Jede Wahl ist neu!
00:18:37: Wenn man einfach immer nur sagt oh die sind bedeutungslos und die lassen sich als Bedeutungslose behandeln ja dann sind sie auch bedeutungslos.
00:18:45: aber man kann davon ausgehen dass der Wahlkampf der FDP im Saarland mit dem Spitzenteam und der gesamten Mannschaft, die er antritt.
00:18:53: Da sind ja sehr gute Persönlichkeiten dabei.
00:18:58: Wir haben auch eine Unterstützungsstruktur von Persönlichkeiten außerhalb der Partei Die FDP als notwendig betrachtet Dass wir dann eine Alternative bieten für Menschen, die am achtzehnten April tatsächlich sagen Das war aber interessant, was die FDP da im Wahlkampf gesagt und getan hat.
00:19:18: Das sind interessante Persönlichkeiten, die will ich sehen im Regierungsamt, weil wir wollen rein.
00:19:24: Wir wollen nicht gerade mal so eben in den Landtag... Nein!
00:19:29: Wir wollen rein in die Regierung, weil das Land tatsächlich diese Erneuerung bei der Berücksichtigung des alten Markenkerns gibt ja einen alten Markenkern auf.
00:19:40: Den müssen wir zurück.
00:19:41: Ich habe schon gesagt, wirtschaftliche Vernunft Das ist etwas, was die Leute anspricht und die werden wir erreichen.
00:19:48: Deswegen Bedeutungslosigkeit sehe ich gar nicht.
00:19:50: ganz im Gegenteil Ich glaube dass das Potenzial da ist.
00:19:54: Wir hatten letzte Woche Wolfgang Kubicki da Den wahrscheinlich angehenden Bundesvorsitzenden der FDP.
00:20:02: Ja Der ist ja auch so ein Phänomen.
00:20:05: Wir haben ja alle erlebt wie aus Reider Twix wurde Und jetzt wird aus Twix wieder Reider.
00:20:10: Was will ich damit sagen?
00:20:12: Die Marken kehren teilweise aus Nostalgiegründen, aus Marketinggründen zurück zu Ursprungsmarken.
00:20:23: Machen wir das in der FDP genauso?
00:20:24: Nein gut ich bin ja auch jemand der schon mal da war und jetzt wieder zurückkommt mit viel mehr Erfahrung muss ich dazu sagen zurück kommt.
00:20:32: Ja warum nicht?
00:20:33: die Leute sehen sich nach etwas was gewohnt ist worauf sie sich verlassen können Und dass möchte ich eben in diesem Wahlkampf deutlich machen.
00:20:42: FDP eine Partei, ich sage es nochmal der wirtschaftlichen Verlässlichkeit ist die Arbeitsplätze.
00:20:48: dadurch schafft das die Rahmenbedingungen da sind.
00:20:51: Das ist ein Arbeitnehmer und Arbeitgeberpartei.
00:20:54: darum geht es jetzt erst mal und diese Stimme muss gehört werden.
00:20:58: Und deswegen Bedeutungslosigkeit sehe ich gar nicht.
00:21:01: ganz im Gegenteil Ich freue mich auf den Wettbewerb mit den anderen.
00:21:05: Für manch einen ist dennoch die Partei bedeutungslose geworden Auch wenn Sie mitteilen über soziale Netzwerke, dass sie sich schweren Herzens jetzt gegen die FDP sah entscheiden.
00:21:21: Es gab Parteiaustritte mit der Ankündigung das du nominiert wirst wie gehst Du persönlich damit um?
00:21:29: Ja man muss sich immer auch die genauen Begründungen anschauen ja manchmal was mit der Person zu tun, aber allermeistens haben sie etwas mit dem Prozess zu tun.
00:21:41: Und man kann immer Prozesse kritisieren im übrigen die Austritte von denen du sprichst, die sozialen Medien machen sowas ja dann auch sofort bekannt.
00:21:53: Die halten sich in Grenzen und es gibt noch neue Antritte.
00:21:58: Das gehört so einem solchen Prozess dazu.
00:22:01: Es ist doch was außergewöhnliches wenn nach Ja, nach zwölf bis vierzehn Jahren ein früherer Generase geht jetzt zurückkehrt und tatsächlich wieder mit der Partei einsteigen will.
00:22:12: Das ist außergewöhnlich!
00:22:14: Und insofern führt das erstmal zu verwunderten teilweise aber auch sehr erfreuten Reaktionen.
00:22:22: Du glaubst gar nicht wie viele Leute mir sagen Jetzt bin ich wieder dabei und voll motiviert.
00:22:26: Also insofernt das war zu erwarten... ...und jetzt müssen wir die Person die sagen dem Prozess mochte ich nicht davon überzeugen, dass die Inhalte stimmen und das die Person die Inhalt ganz gut rüberbringen kann.
00:22:40: Und ich spreche jetzt von zwei Personen weil ich möchte Angelika Hisarich-Peter hier auch ganz eindeutig nennen.
00:22:45: sie ist Landesvorsitzende Sie hat in schwieriger Zeit übernommen und sie wird im Spitzen Team eine ganz entscheidende Rolle spielen Auch in die Partei hinein aber auch im Wahlkampf auf den großen Wahlkampfbühnen.
00:22:58: da bin ich auch froh drum, dass wir das gemeinsam machen.
00:23:03: Du hast jetzt schon zwei, drei Mal den Begriff des Prozesses genannt.
00:23:07: Was passiert denn noch in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten?
00:23:13: Wenn jemand nominiert ist als Spitzenkandidat bedeutet das ja noch er muss gewählt werden.
00:23:19: wie geht es jetzt weiter?
00:23:21: also die Nominierung im Landesvorstand hat zur Folge dass jetzt in den Kreisvorständen und möglicherweise auch in den Wahlkreisen Diskussion stattfinden.
00:23:33: erste Einladung habe ich bereits.
00:23:35: Ich habe jetzt schon drei Kreisvorstände, die mich eingeladen haben und in der Regel werde ich dort auch mit Angelika Chieserich-Peter gemeinsam eben ja dafür werben dass man das Spitzenteam und die gesamte Liste unterstützt.
00:23:54: und im Grunde die Themen des Wahlkampfes mit den Kreisvorschlägen sind dann parteioffen.
00:24:00: also da kommen dann auch Basismitglieder Und möglicherweise, das ist noch nicht ganz klar auch mit den Wahlkreisversammlungen besprechen.
00:24:10: Es hat ja schon eine Liste gegeben die aufgestellt wurde nämlich für den Wahlkrester Brücken.
00:24:16: Ich war anwesend an dieser Aufstellungsversammlung und die war extrem konstruktiv, extrem ruhig und Roland König ist als Spitzenkandidat gewählt worden zum Beispiel für diesen Wahlkreist.
00:24:28: Die anderen Versammlungen werden noch stattfinden.
00:24:31: Auch da ergibt sich die Möglichkeit zu diskutieren.
00:24:34: Im Juni, irgendwann im Juni der Termin steht noch nicht fest wird es dann eine sogenannte Landesvertreterversammlung geben.
00:24:42: dort wird ja der politische Auftrag des Wahlkampfes und natürlich die Wahl der Liste abgefertigt Und das wird nochmal ein ganz wichtiger Faktor.
00:24:56: und ab da zählt ist ab da Ist es offiziell.
00:25:00: Bis dahin bin ich lediglich designiert und nominiert, allerdings mit einer Vorfreude.
00:25:11: Dann nehmen wir die vor Freude in die nächsten Ausgaben der Saarfrage und werden diesen Prozess natürlich begleiten müssen.
00:25:20: Wir können ja nicht so tun als sei nichts passiert.
00:25:24: Lieber Jorgo vielen Dank für die Einblicke.
00:25:29: Wenn du einen Wunsch frei hättest, wir spielen jetzt wünscht dir was.
00:25:35: Dann wäre das welcher?
00:25:38: Dass alle Spitzenkandidatinnen und Spitzen-Kandidaten der anderen Parteien hier in diesen Podcast kommen und sich mit uns auseinandersetzen und mit uns unterhalten.
00:25:51: ich glaube dass ist ein eine gute Plattform um politische Auseinandesetzung zu führen und deren Programme kennenzulernen, aber eben auch die Gegenargumente.
00:26:04: Dann möge es so geschehen!
00:26:05: Lieber Jorgo eine gute Zeit.
00:26:08: Danke dir lieber Thorsten alles Gute.
00:26:11: Das war dieser Frage.
00:26:14: Sie haben Wünsche Kritik oder Anregungen?
00:26:17: dann schreiben sie uns unter info-et-trikot.media.
00:26:23: Bewerten Sie uns gerne, empfehlen sie uns gerne weiter.
00:26:26: Denn dann haben wir die Möglichkeit diese Frage auch mit vielen anderen zu diskutieren und wir tun dies alles im Sinne unseres Landes!
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